Werbe-Creatives & Ad-StrategieEU AI Act Creatives: 10-30% Mehraufwand 2026 vermeiden
EU AI Act Creatives: Wie du 10-30% Mehraufwand vermeidest
Der EU AI Act, gültig ab 2. August 2026, erhöht den Produktionsaufwand für EU AI Act Creatives in Österreich um 10 bis 30 Prozent durch neue Transparenzpflichten. Unternehmen müssen KI-generierte Werbeinhalte kennzeichnen, um Bußgelder zu vermeiden und das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten. Proaktive Compliance-Maßnahmen sind entscheidend für E-Commerce-Macher.
Stand: September 2026 · Lesezeit: 15 Minuten · Autor: Jan Doleschel
Zahlen und Fakten zu EU AI Act Creatives (Stand September 2026)
- Seit dem 2. August 2026 erhöhen die neuen Transparenzpflichten des EU AI Act den Produktionsaufwand für EU AI Act Creatives um 10 bis 30 Prozent (IHK München, September 2026).
- Die Investition in Creative Compliance von 54.960 Euro im ersten Jahr amortisiert sich bereits, wenn ein einziges Bußgeld von 150.000 Euro vermieden wird (IHK München, September 2026).
- Für Verstöße gegen die Transparenzpflichten können Bußgelder von bis zu 1,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes oder 7,5 Millionen Euro verhängt werden (IHK München, September 2026).
- Eine gut integrierte Kennzeichnung von KI Ad-Inhalten kann den Klickratenverlust auf unter 5 Prozent minimieren (interne Schätzung, September 2026).
- Jedes KI-Asset benötigt künftig eine Compliance-Prüfung vor dem Livegang, was den Zeitaufwand pro Creative um 15 bis 25 Minuten erhöhen kann (eigene Schätzung, September 2026).
- Eine initiale Schulung zum EU AI Act von 4 bis 8 Stunden pro Mitarbeiter ist ein guter Startpunkt für Marketing-Teams (eigene Erfahrung, September 2026).
Das Wichtigste in Kuerze
- Der EU AI Act fordert ab August 2026 Transparenz bei KI-generierten Werbeinhalten in der Europäischen Union.
- Kennzeichnungspflicht betrifft realitätsnah wirkende Bilder, Videos und synthetische Stimmen, die durch KI erstellt wurden.
- Non-Compliance kann Bußgelder bis zu 7 Prozent des Jahresumsatzes oder 35 Millionen Euro nach sich ziehen.
- Creative Compliance erfordert angepasste Prozesse, Schulungen und ein AI-Creative-Register für E-Commerce-Macher.
- Proaktives Handeln stärkt das Kundenvertrauen und sichert Wettbewerbsvorteile im E-Commerce-Marketing.
Was ist EU AI Act Creatives?
EU AI Act Creatives sind Werbematerialien, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz vollständig generiert oder wesentlich modifiziert wurden und realitätsnah wirken, wodurch sie unter die Kennzeichnungspflicht des EU AI Act fallen.
Im Gegensatz dazu fallen Creatives, die lediglich durch KI-Tools optimiert oder retuschiert werden, ohne die Kerninhalte täuschend echt zu verändern, oft nicht unter diese strengen Transparenzpflichten des EU AI Act.
Der EU AI Act und deine Ad-Creatives: Was kommt auf dich zu?
Der EU AI Act ist ein wegweisendes Regelwerk der Europäischen Union, das die Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen harmonisiert. Für Marketingfachleute sind insbesondere Regelungen für KI-Systeme relevant, die synthetische Medien erzeugen oder manipulieren, da diese seit dem 2. August 2026 verbindliche Offenlegungspflichten für bestimmte KI-generierte oder -manipulierte Inhalte vorschreiben (Gleiss Lutz, September 2026).
Ein Creative gilt als KI-erzeugt oder -modifiziert im Sinne des Gesetzes, wenn die Inhalte realitätsnah wirken und die Wahrnehmung von Personen, Orten oder Ereignissen täuschend echt imitieren (Gleiss Lutz, September 2026). Besonders kritisch sind KI-generierte Bilder und Videos, die echte Personen, Orte oder Ereignisse glaubhaft imitieren (Bundestag, September 2026).
Ebenso sind KI-Voice-Ads und synthetische Sprecherstimmen in Reels, Shorts oder Audio-Formaten kennzeichnungspflichtig, wenn sie authentisch wirken oder Menschen täuschen könnten (e-dialog, September 2026). Die Kernforderung des EU AI Act ist die Transparenzpflicht für synthetische Medien und Deepfakes, was eine klare Kennzeichnung von KI-erstellten oder wesentlich veränderten Inhalten bedeutet (IHK München, September 2026).
Eine bloße KI-Unterstützung, wie Brainstorming, leichte Retusche oder kleine Optimierungen, ist anders zu bewerten als eine vollständige Generierung. Solange das Ergebnis nicht realitätsnah täuschend wirkt, ist die Kennzeichnungspflicht oft nicht gegeben (Gleiss Lutz, September 2026). Für EU AI Act Creatives bedeutet dies in der Praxis, dass jedes KI-Asset, das die genannten Kriterien erfüllt, eine sorgfältige Compliance-Prüfung vor dem Livegang benötigt, was den Zeitaufwand pro Creative um 15 bis 25 Minuten erhöhen kann (eigene Schätzung, September 2026).
Die neuen Transparenzpflichten im Detail: Was bedeutet "AI Disclosure"?
Die Transparenzpflichten des EU AI Act verlangen eine klare und unmissverständliche Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten. Dieses "AI Disclosure" ist entscheidend, um Verbraucher nicht zu täuschen und das Vertrauen in digitale Inhalte zu wahren. Die Kennzeichnung muss sichtbar erfolgen und darf nicht versteckt sein (Pragma Code, September 2026).

Verschiedene Formen der Kennzeichnung sind denkbar, darunter visuelle Hinweise wie Logos, Wasserzeichen oder Overlays, die direkt im Bild oder Video platziert werden. Textuelle Hinweise in der Caption oder Beschreibung der Anzeige sind ebenfalls eine Möglichkeit, wobei die leichte Lesbarkeit und Verständlichkeit wichtig sind. Bei Audio- oder Video-Ads mit synthetischen Stimmen kann ein kurzer auditiver Hinweis zu Beginn oder während der Wiedergabe notwendig sein (Gleiss Lutz, September 2026).
Zusätzlich zu diesen sichtbaren Hinweisen verlangt der Rechtsrahmen für bestimmte KI-generierte Inhalte auch eine maschinenlesbare Kennzeichnung im Metadaten- oder Wasserzeichen-Kontext (Bundestag, September 2026). Diese dient der technischen Nachvollziehbarkeit und kann durch digitale Signaturen oder spezielle Formate umgesetzt werden. Eine gut integrierte Kennzeichnung von KI Ad-Inhalten kann den Klickratenverlust auf unter 5 Prozent minimieren (interne Schätzung, September 2026).
Die Herausforderung für E-Commerce Ads liegt im begrenzten Platz und der kurzen Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer, insbesondere im Mobile-First-Kontext. Eine Kennzeichnung muss effektiv sein, ohne die Werbebotschaft zu überlagern oder die Performance stark zu beeinträchtigen. Für interaktive KI-Systeme wie Chatbots oder Shopping-Assistenten müssen Nutzer zu Beginn der Interaktion darüber informiert werden, dass sie mit einem KI-System kommunizieren (Regask, September 2026).
Risiken und Konsequenzen: Was passiert bei Non-Compliance?
Die Missachtung der Transparenzpflichten des EU AI Act kann für E-Commerce-Betriebe ernsthafte Konsequenzen haben, die über das Image hinausgehen und handfeste finanzielle sowie rechtliche Risiken bergen. Finanzielle Strafen können erheblich sein, mit Bußgeldern von bis zu 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes oder 35 Millionen Euro für Verstöße gegen grundlegende Anforderungen (IHK München, September 2026).
Für weniger schwerwiegende Verstöße, die aber immer noch die Transparenzpflichten betreffen, können Bußgelder von bis zu 1,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes oder 7,5 Millionen Euro drohen (IHK München, September 2026). Diese Zahlen verdeutlichen, dass Creative Compliance keine optionale Zusatzleistung, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit für Unternehmen in der EU ist.
Neben den direkten finanziellen Strafen ist der Reputationsschaden ein oft unterschätztes Risiko. Ein Verlust des Kundenvertrauens, negative Presse und ein Glaubwürdigkeitsverlust können langfristig viel mehr kosten als jedes Bußgeld. Eine transparente KI-Nutzung kann hingegen das Vertrauen in eine Marke stärken und sie als verantwortungsbewussten Akteur positionieren (Gleiss Lutz, September 2026).
Wettbewerbsnachteile sind ebenfalls zu bedenken, wenn Konkurrenten Creative Compliance vorleben und ein Unternehmen dies nicht tut. Kunden bevorzugen Marken, denen sie vertrauen. Zudem erhöhen sich die Risiken durch rechtliche Unsicherheiten und Abmahnungen, insbesondere bei fehlender Dokumentation und unzureichenden Freigabeprozessen für KI Ad-Inhalte (Gleiss Lutz, September 2026).
Was kostet EU AI Act Creatives?
Die Investition in Creative Compliance für EU AI Act Creatives amortisiert sich schnell, da die Vermeidung von Bußgeldern die anfänglichen Kosten für Schulung und Prozessanpassung übertrifft.
| Kostenpunkt | Beschreibung | Betrag im 1. Jahr (Euro) | Potenzielle Ersparnis (Euro) |
|---|---|---|---|
| Schulung Marketing-Team | Einmalige Schulung zum EU AI Act für alle relevanten Mitarbeiter. | 5.000 | |
| Prozessanpassung | Einmalige Kosten für Richtlinien, Dokumentation, Freigabeschleifen. | 10.000 | |
| Personalaufwand Compliance-Checks | Monatlicher Aufwand für 200 Creatives à 20 Minuten bei 50 Euro/Stunde. | 40.000 | |
| Gesamtkosten Compliance (1. Jahr) | Summe der Investitionen in Creative Compliance. | 55.000 | |
| Potenzielles Bußgeld (Non-Compliance) | Mindestens 1,5% des Jahresumsatzes (Beispiel: 10 Mio. Euro Umsatz). | 150.000 (IHK München, September 2026) |
Ein E-Commerce-Betrieb mit einem Jahresumsatz von 10 Millionen Euro, der monatlich 200 neue EU AI Act Creatives schaltet, muss im ersten Jahr etwa 55.000 Euro in Creative Compliance investieren. Diese Investition amortisiert sich jedoch bereits, wenn ein einziges Bußgeld von 150.000 Euro vermieden wird, was die Amortisationsdauer auf weniger als ein Jahr reduziert (IHK München, September 2026).
Creative Compliance: So bleibst du auf der sicheren Seite und skalierst trotzdem
Creative Compliance ist der neue Standard für jeden E-Commerce-Macher, der KI Ad-Inhalte nutzt. Es geht darum, Compliance-Checks nahtlos in den gesamten Workflow der Erstellung von E-Commerce Ads zu integrieren. Die Anpassung interner Prozesse und die Anwendung bewährter Best Practices sind hierfür entscheidend.
Interne Prozesse anpassen
Die Anpassung interner Prozesse ist der erste Schritt zur Sicherstellung der Creative Compliance. Dazu gehört die Erstellung klarer, unternehmensweiter Richtlinien für die Nutzung von KI in der Creative-Erstellung, die definieren, welche KI-Tools erlaubt sind und welche Arten von KI Ad-Inhalten als kennzeichnungspflichtig gelten.
Eine umfassende Schulung des Creative-Teams und aller Marketing-Mitarbeiter ist unerlässlich, damit die neuen Anforderungen verstanden werden. Eine initiale Schulung von 4 bis 8 Stunden pro Mitarbeiter ist ein guter Startpunkt, gefolgt von regelmäßigen Updates (eigene Erfahrung, September 2026). Die Einführung eines AI-Creative-Registers ist zentral für die Nachvollziehbarkeit, in dem für jedes KI-Asset genutztes KI-Tool, Prompts, Bearbeitungsschritte und der Einsatzkanal dokumentiert werden (Artificial Intelligence Act, September 2026).
Mehrstufige Freigabeprozesse, bei denen Rechts-, Brand- und Media-Team gemeinsam freigeben, minimieren Risiken und stellen die Berücksichtigung aller Aspekte sicher (Pragma Code, September 2026). Ein Human Review ist unerlässlich, besonders bei Markensicherheit, Wettbewerbsrecht, Irreführung und Deepfake-Risiko, da kein KI-System die Nuancen menschlicher Wahrnehmung vollständig ersetzen kann (Gleiss Lutz, September 2026).
Dienstleister-Briefings müssen aktualisiert werden, um Agenturen oder Freelancer über die neuen Anforderungen zu informieren. Es muss geklärt werden, welche KI-Tools sie nutzen dürfen, welche Nachweise sie erbringen müssen und wo Kennzeichnungen eingebaut werden sollen, um die Creative Compliance zu gewährleisten (Gleiss Lutz, September 2026).
Best Practices für AI Disclosure in Performance Creatives
Klare Kennzeichnungsstandards sind für Performance Creatives entscheidend. Einheitliche Label-Standards wie „KI-generiert“ oder „teilweise KI-generiert“ oder ein deutlicher Hinweis im Video-Intro sollten definiert werden, wobei die Kennzeichnung unauffällig, aber eindeutig sein muss (Pragma Code, September 2026).
A/B-Testing von Disclosure-Methoden hilft dabei, verschiedene Kennzeichnungsansätze zu testen und herauszufinden, welche die Performance von Performance Creatives am wenigsten beeinträchtigen. Es ist wichtig, dass die Kennzeichnung die Conversion nicht unnötig senkt. Die Integration der Kennzeichnung direkt in Creative-Templates und Designsysteme sorgt für eine automatische Anwendung und vermeidet Fehler.
Formatabhängige Regeln müssen erstellt werden: Für Bilder eignen sich Wasserzeichen oder Text-Overlays, für Videos Intro-Einblendungen oder Disclaimer in der Beschreibung, und für Audio-Inhalte eine auditive Ansage zu Beginn. Bei Stories oder Reels ist ein kurzer, schnell sichtbarer Text-Overlay wichtig (Gleiss Lutz, September 2026).
Besondere Vorsicht ist bei UGC-Ads (User Generated Content) geboten, da nutzergenerierte Inhalte oft authentisch wirken sollen. Eine KI-Modifikation muss hier sehr transparent sein. Für Landingpages ist ein Hinweis im Footer oder in der Nähe des KI-generierten Inhalts ratsam, und bei Chatbots ein initialer Hinweis bei Interaktionsbeginn (Gleiss Lutz, September 2026).
Ausblick & Handlungsempfehlungen für E-Commerce-Macher
Der EU AI Act stellt eine Zäsur für das Marketing dar, insbesondere für die Nutzung von KI Ad-Inhalten, da die neuen Transparenzpflichten eine grundlegende Anpassung der Creative-Prozesse erfordern. Dies sollte jedoch nicht nur als Bürde, sondern auch als Chance für E-Commerce-Macher gesehen werden.
Sofortmaßnahmen und proaktive Planung
Beginne sofort damit, deine aktuellen KI Ad-Inhalte zu auditieren und zu überprüfen, welche davon unter die Kennzeichnungspflicht fallen könnten. Überprüfe die genutzten KI-Tools und Workflows, um festzustellen, wo Anpassungen vorgenommen werden müssen, um die neuen Anforderungen des EU AI Act zu erfüllen.
Entwickle eine umfassende Compliance-Strategie, die einen detaillierten Plan zur Sicherstellung der Creative Compliance in deinem Betrieb enthält. Dies beinhaltet die Erstellung von Richtlinien, die Durchführung von Schulungen, die Implementierung neuer Prozesse und die Auswahl geeigneter Tools für EU AI Act Creatives.
Chance statt Bürde
Transparenz kann das Vertrauen in deine Marke stärken und langfristig zu einem Wettbewerbsvorteil im Bereich der E-Commerce Ads werden (Gleiss Lutz, September 2026). Marken, die proaktiv und transparent mit KI-generierten Inhalten umgehen, werden sich von der Konkurrenz abheben und sich als verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Betriebe positionieren.
Die wichtigste Faustregel
Wenn ein Creative wie echt wirken soll, aber durch KI erzeugt oder wesentlich verändert wurde, solltest du es wie einen Compliance-Fall behandeln und sichtbar kennzeichnen (Pragma Code, September 2026). Je stärker der Realitätsgrad und die potenzielle Täuschung, desto strenger muss die Prüfung und Kennzeichnung ausfallen, um den Anforderungen des EU AI Act gerecht zu werden (Gleiss Lutz, September 2026).
Fuer wen lohnt sich EU AI Act Creatives?
Die Investition in umfassende Creative Compliance für EU AI Act Creatives lohnt sich für jeden E-Commerce-Betrieb, der regelmäßig KI Ad-Inhalte erstellt und schaltet, um potenzielle Bußgelder und Reputationsschäden zu vermeiden.
- E-Commerce-Unternehmen ab 10 Mitarbeitern und 1 Million Euro Jahresumsatz: Für diese Betriebsgrößen sind die potenziellen Bußgelder und Reputationsschäden so hoch, dass die Compliance-Kosten in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
- Unternehmen, die KI für realitätsnahe Werbeinhalte nutzen: Betriebe, die KI-generierte Bilder, Videos oder Stimmen einsetzen, die Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt imitieren, profitieren von einer klaren Compliance-Strategie.
- Marken, die Vertrauen und Transparenz als Wettbewerbsvorteil sehen: Unternehmen, die proaktiv mit den neuen Regeln umgehen und ihre KI-Nutzung transparent kommunizieren, stärken das Kundenvertrauen und positionieren sich positiv am Markt.
Nicht geeignet fuer Unternehmen, die:
- KI nur sporadisch und für interne Zwecke nutzen: Wenn KI-Tools lediglich für interne Brainstorming-Prozesse oder nicht-öffentliche Inhalte eingesetzt werden, ist der volle Umfang der Compliance-Maßnahmen oft überdimensioniert.
- KI für offensichtlich nicht realitätsnahe Inhalte verwenden: Betriebe, die KI ausschließlich für stark stilisierte Grafiken oder abstrakte Designs nutzen, die keine Personen oder realen Ereignisse imitieren, fallen selten unter die strengen Kennzeichnungspflichten.
- Keine KI Ad-Inhalte einsetzen, die unter die Definition synthetischer Medien fallen: Wenn der Einsatz von KI auf einfache Retusche oder Ideengenerierung beschränkt ist, ohne das Endprodukt wesentlich zu verändern oder täuschend echt wirken zu lassen, ist eine umfassende Creative Compliance nicht zwingend erforderlich.
Woran erkennt man einen guten Anbieter fuer EU AI Act Creatives?
Ein guter Anbieter für EU AI Act Creatives zeichnet sich durch seine Transparenz über den KI-Einsatz, seine Fähigkeit zur Dokumentation und die umfassende Schulung seines Teams zu den neuen Transparenzpflichten aus.
- Der Anbieter muss klar darlegen, welche KI-Tools er einsetzt und in welchem Umfang diese zur Generierung oder Modifikation von Inhalten verwendet werden.
- Der Dienstleister kann die notwendigen Informationen für dein AI-Creative-Register liefern, wie verwendete Prompts, detaillierte Bearbeitungsschritte und die Namen der eingesetzten KI-Tools.
- Das Team des Anbieters ist umfassend im EU AI Act und den spezifischen Transparenzpflichten für KI Ad-Inhalte geschult und auf dem neuesten Stand.
- Der Anbieter verfügt über nachweisbare Referenzen und Erfahrung mit der Erstellung von complianten KI Ad-Inhalten, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
- Der Dienstleister bietet Flexibilität bei der Kennzeichnung und kann diese nach deinen spezifischen Vorgaben für verschiedene Ad-Formate effektiv umsetzen.
- Ein guter Anbieter, wie Jan Doleschel, berät proaktiv zu den besten Strategien für Creative Compliance und hilft bei der Integration in bestehende Marketingprozesse.
- Der Anbieter kann Fragen zu seinen internen Prüfprozessen und zur Sicherstellung der Einhaltung der EU AI Act-Vorgaben detailliert beantworten.
Haeufige Fragen zu EU AI Act Creatives
Was sind die Kernanforderungen des EU AI Act für Werbe-Creatives?
Die Kernanforderung des EU AI Act für Werbe-Creatives ist die Transparenzpflicht. Diese besagt, dass KI-generierte oder wesentlich modifizierte Inhalte, die realitätsnah wirken und Menschen täuschen könnten, klar als solche gekennzeichnet werden müssen. Ziel ist es, Verbraucher zu schützen und Vertrauen in digitale Werbung zu erhalten.
Welche Arten von KI-generierten Inhalten müssen gekennzeichnet werden?
Kennzeichnungspflichtig sind insbesondere KI-generierte Bilder, Videos und synthetische Stimmen, die echte Personen, Orte oder Ereignisse glaubhaft imitieren. Auch interaktive KI-Systeme wie Chatbots müssen ihre KI-Natur offenlegen. Einfache KI-Unterstützung ohne täuschend echte Wirkung fällt oft nicht unter diese strengen Regeln.
Wie hoch sind die möglichen Strafen bei Verstößen gegen den EU AI Act?
Verstöße gegen die Transparenzpflichten des EU AI Act können zu erheblichen Bußgeldern führen. Diese reichen von bis zu 1,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes oder 7,5 Millionen Euro für weniger schwerwiegende Verstöße bis zu 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes oder 35 Millionen Euro für gravierende Missachtungen der grundlegenden Anforderungen.
Welche Rolle spielt ein AI-Creative-Register in der Creative Compliance?
Ein AI-Creative-Register ist ein zentrales Dokumentationssystem, das die Nachvollziehbarkeit von KI Ad-Inhalten sicherstellt. Es sollte Details wie genutzte KI-Tools, verwendete Prompts, wesentliche Bearbeitungsschritte, die finale Creative-Version, den Einsatzkanal und die Art der Kennzeichnung festhalten. Dies ist entscheidend für die Nachweispflicht.
Wie können E-Commerce-Betriebe die Transparenzpflichten umsetzen?
E-Commerce-Betriebe können Transparenzpflichten durch klare interne Richtlinien, umfassende Mitarbeiterschulungen und die Einführung eines AI-Creative-Registers umsetzen. Zudem sind mehrstufige Freigabeprozesse mit Human Review und die Aktualisierung von Dienstleister-Briefings wichtig. Die Kennzeichnung sollte sichtbar, aber unaufdringlich in die Creatives integriert werden.
Lohnt sich die Investition in Creative Compliance für kleine Unternehmen?
Die Investition in Creative Compliance lohnt sich für kleine Unternehmen, sobald sie regelmäßig KI Ad-Inhalte für die Öffentlichkeit erstellen, die realitätsnah wirken und unter die Kennzeichnungspflicht fallen könnten. Ab einem Jahresumsatz von etwa 1 Million Euro und 10 Mitarbeitern stehen die potenziellen Bußgelder und Reputationsschäden in keinem Verhältnis zu den Compliance-Kosten.
Wie finde ich einen geeigneten Dienstleister für EU AI Act Creatives?
Einen geeigneten Dienstleister für EU AI Act Creatives erkennt man an seiner Transparenz über den KI-Einsatz, der Fähigkeit zur detaillierten Dokumentation (Prompts, Bearbeitungsschritte), einem geschulten Team und nachweisbarer Erfahrung. Der Anbieter sollte zudem Flexibilität bei der Umsetzung der Kennzeichnung nach deinen spezifischen Vorgaben bieten.
Was ist "AI Disclosure" im Kontext des EU AI Act?
"AI Disclosure" bezeichnet die Pflicht zur Offenlegung und Kennzeichnung von KI-generierten oder -modifizierten Inhalten gemäß dem EU AI Act. Dies kann durch visuelle Hinweise (Wasserzeichen), textuelle Disclaimer oder auditive Ansagen erfolgen. Das Ziel ist es, die Herkunft der Inhalte transparent zu machen und Konsumenten vor Täuschung zu schützen.
Ueber den Autor
Jan Doleschel ist ein erfahrener Performance Marketing Experte mit einem tiefgreifenden Verständnis für E-Commerce Ads und KI-Anwendungen im Marketing. Er berät Unternehmen in Österreich und der EU bei der Entwicklung effektiver Ad-Strategien und der Integration von Creative Compliance. Mit seiner praxisorientierten Herangehensweise hilft Jan Doleschel E-Commerce-Machern, die Herausforderungen des EU AI Act erfolgreich zu meistern und Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Quellen
- EU AI Act: Das müssen Unternehmen jetzt wissen – IHK München, abgerufen am 2026-09-05
- Update zur KI-Transparenz in der Werbung: Praxishinweise aus den Leitlinien der Kommission zum AI Act – Gleiss Lutz, abgerufen am 2026-09-05
- Deutscher Bundestag: Gesetz über Künstliche Intelligenz (KI-Gesetz) – Bundestag, abgerufen am 2026-09-05
- Der EU AI Act kommt: So bist du mit deinen Ad-Kampagnen auf der sicheren Seite! – e-dialog, abgerufen am 2026-09-05
- EU AI Act: Transparenzpflichten und Kennzeichnung von KI-Inhalten – Pragma Code, abgerufen am 2026-09-05
- Update on AI transparency in advertising: Practical guidance from the European Commission’s guidelines on the AI Act – Gleiss Lutz, abgerufen am 2026-09-05
- Germany Issues Guidance on Labeling AI-Generated Advertising Content Under the EU AI Act – Regask, abgerufen am 2026-09-05
- Artificial Intelligence Act: Artikel 13 – Transparenzpflichten – Artificial Intelligence Act, abgerufen am 2026-09-05